Der beginnende Frühling lockt uns ins Freie. Am liebsten genießen wir die Sonnenstrahlen im eigenen Garten. Doch nicht nur Hobbygärtner, sondern auch Zecken werden in dieser Jahreszeit aktiv. Und zwar ab etwa 10 Grad Celsius, sobald die Temperaturen mehrere Tage hintereinander diesen Wert erreichen. Wussten Sie, dass bestimmte Zecken-Abwehr-Pflanzen die Blutsauger fernhalten? Richtig bepflanzt, machen Sie Ihren Garten nicht nur schöner, sondern auch sicherer.
Auf der Lauer auf dem Grashalm sitzt 'ne kleine ZeckeZecken lauern im hohen Gras, im Gebüsch und sogar auf gepflegtem Rasen. Sie sind immer bereit, sich auf nackte Körperteile zu stürzen. Oder sie krabbeln ins Fell unserer Vierbeiner, um Blut zu saugen. Und so gelangen sie auch noch ins Wohnzimmer. An sich würden die beißenden beziehungsweise stechenden Krabbler niemanden stören. Doch sie können gefährliche Krankheiten wie Borreliose oder FSME übertragen.
Gut zu wissen:
Ein Zeckenstich ist kein Unfall im klassischen Sinne. Bei vielen Versicherern, so auch bei der Sparkassen-Versicherung Sachsen, sind jedoch Infektionen durch Insektenstiche oder -bisse mit dauerhaften Gesundheitsschäden in der Unfallversicherung mitversichert. Der Unfallbegriff wird hier um den Begriff des unfreiwilligen Gesundheitsschadens erweitert.
Diese Pflanzen halten Zecken fern
Bestimmte Pflanzen bilden eine Art natürliche "Barriere" gegen Zecken. Sie verströmen Düfte, die wir als angenehm empfinden, die die kleinen Krabbler aber gar nicht mögen. Oft halten sie auch Mücken oder Schädlinge fern. Hier einige der besten grünen Helfer.
Duftende Pflanzen und Kräuter wirken wie eine Barriere gegen Zecken
Lavendel – Das duftende Schutzschild
Lavendel ist nicht nur eine Augenweide und ein Magnet für Schmetterlinge, sondern auch ein echter Zeckenschreck. Sein intensiver Duft wirkt auf Zecken wie ein Warnsignal: "Hier bist du nicht willkommen!" Pflanzen Sie Lavendel entlang von Wegen oder Sitzbereichen. So schützen Sie sich und verschönern gleichzeitig ihren Garten.
Rosmarin – Würzig und wirksam
Rosmarin kennen wir aus der Küche. Aber wussten Sie, dass er auch Zecken fernhält? Die ätherischen Öle in den Nadeln wirken abweisend auf die kleinen Plagegeister. Bonus: Sie haben immer frische Kräuter für ihre Lieblingsgerichte griffbereit.
Minze – Frisch und abschreckend
Die meisten Menschen lieben den erfrischenden Duft von echter grüner Minze, die einen hohen Anteil an Menthol enthält. Zecken hingegen können ihn überhaupt nicht ausstehen. Minze-Pflanzen sind wahre Allrounder. Denn auch die Katzenminze (Katzenmelisse) verströmt einen Duft, der den Zecken – im Gegensatz zu Katzen – nicht behagt. Eine Verbindung namens Nepetalacton bringt Katzen zum Schnurren, Zecken treten den Rückzug an.
Zitronenmelisse – stinkt den Zecken
Wir erfreuen uns am erfrischenden Duft der Zitronenmelisse. Für Zecken ist er dank der ätherischen Öle eine unerträgliche Wolke. Zudem lockt Zitronenmelisse Bienen und Schmetterlinge an, die den Garten zum Summen bringen. Das echte Multitalent ist zudem ein erfrischendes Gewürz für grüne Salate oder auch Kartoffelsalat.
Knoblauch – Nicht nur für Vampire abschreckend
Knoblauch im Garten? Ja, das funktioniert tatsächlich! Die Schwefelverbindungen in der Pflanze wirken nicht nur gegen Vampire sondern auch gegen Zecken. Knoblauch soll auch von innen gut wirken. Wer eine ordentliche Dosis mit seinem gegrillten Steak vertilgt, soll für die Blutsauger unattraktiver werden. Für seine Mitmenschen eventuell auch, aber nur temporär.
Chrysanthemen – Die unscheinbaren Helden
Chrysanthemen enthalten einen natürlichen Wirkstoff namens Pyrethrum, der Insekten und Zecken durch seinen Geruch abwehrt. Gleichzeitig bringen sie Farbe in ihren Garten und blühen oft bis in den Herbst hinein.
Eberraute – Weniger bekannt, aber äußerst wirksam
Die Eberraute ist eine seit dem Altertum bekannte Arzneipflanze mit einem hohen Gehalt an ätherischen Ölen wie Thujol und an Cumarine. Ihre herbe, würzige Note schreckt Zecken ab. Die Pflanze ist zudem pflegeleicht. Besonders an Wegen oder am Rand von Beeten macht sie sich gut.
So setzen Sie die Pflanzen gezielt ein
Ein lauschiges Plätzchen im Grünen ziemlich zeckensicherEs reicht nicht, einfach ein paar Lavendelpflanzen in eine Ecke des Gartens zu setzen. Entscheidend ist, sie strategisch als Zecken-Bollwerk zu platzieren. Pflanzen Sie duftende Kräuter entlang von Wegen, rund um Sitzbereiche oder in der Nähe von Haustüren. Eine Misch-Bepflanzung aus verschiedenen zeckenabwehrenden Pflanzen erhöht die Wirkung.
Kombinieren Sie die natürlichen Pflanzen-Helfer mit Gräsern oder anderen insektenfreundlichen Schönheiten. So gelingt es Ihnen, ein harmonisches und zugleich funktionales Gartenbild zu schaffen. Die Zecken-Abwehr-Pflanzen allein können natürlich keine hundertprozentige Garantie bieten. Sie werden jedoch dazu beitragen, ihren schönen Garten weniger attraktiv für die kleinen Blutsauger zu machen.
Noch ein Tipp: Regelmäßiges Mähen und das Entfernen von Laub und Gestrüpp reduzieren feuchte Rückzugsorte für Zecken.
Harmlos-Insekten dürfen sich gern im Garten tummelnAlso dann: Probieren Sie es aus. Verwandeln Sie ihren Garten in eine Wohlfühloase, in der nicht nur Sie, sondern auch Bienen und Schmetterlinge gern verweilen – Zecken jedoch das Weite suchen. Vermutlich dahin wo der Pfeffer wächst.